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kieferorthopaedische gemeinschaftspraxis

Kieferorthopädie bei Kindern

Frühbehandlung im Milchgebiss:
Kleine Maßnahmen - große Wirkung!

Bei bestimmten Kieferfehlstellungen, die das Gesichtswachstum beeinflussen, kann es bereits im Alter von 4 Jahren sinnvoll sein, eine kieferorthopädische Behandlung mit einer kleinen herausnehmbaren Spange zu beginnen.

So kann ein Kreuzbiss, bei dem die unteren Backenzähne weiter außen stehen als die oberen, zu einem schiefen Gesichtswachstum mit einem seitlich verschobenen Kinn führen. Ein vorstehender Unterkiefer (Progenie) kann das Oberkieferwachstum dauerhaft hemmen und zu einer Unterentwicklung des Mittelgesichts und der Nase führen. Diese Fehlstellungen sollten daher so früh wie möglich korrigiert werden. Nur so kann das Gesicht wieder normal und harmonisch wachsen.

Eine weitere wichtige Maßnahme im Milchgebiss ist das Abgewöhnen von Fehlfunktionen und schädlichen Gewohnheiten. Schädliche Gewohnheiten wie Daumenlutschen oder Nuckeln und Fehlfunktionen wie Zungenpressen oder eine offene Mundhaltung führen zu Verformungen der Zahnbögen.

Beim Abgewöhnen unterstützt der Kieferorthopäde die Eltern, indem er die Kinder motiviert und ihnen mit der Eingliederung einer so genannten Mundvorhofplatte das Abgewöhnen erleichtert. Zusätzlich können die Kinder zu Mundgymnastik (myofunktionellen Übungen) angeleitet werden, um Mundschluss und Zungenfunktion zu verbessern. Werden die schädlichen Gewohnheiten rechtzeitig beseitigt, bilden sich die Verformungen der Zahnbögen meist von alleine wieder zurück.

Behandlung im Schulalter (im Wechselgebiss) -
Wachstum steuern, jetzt!

Der günstigste Zeitpunkt für den Beginn einer kieferorthopädischen Behandlung ist nach Abschluss der ersten Wechselgebissphase. Nachdem alle Schneidezähne durchgebrochen sind (etwa im Alter von 9 bis 10 Jahren), ist es sinnvoll, sich beim Kieferorthopäden vorzustellen. Dieser klärt dann, ob eine Behandlungsnotwendigkeit besteht.

Sobald der Zahnwechsel im Seitenzahngebiet beginnt, kann in der Regel mit der aktiven kieferorthopädischen Behandlung begonnen werden.

Manchmal werden schon vorher Maßnahmen zur Steuerung des Zahndurchbruchs eingeleitet oder es wird bei fehlenden Milchzähnen eine herausnehmbare Lückenhaltespange eingesetzt. In seltenen Fällen von schweren Zahn- und Kieferfehlstellungen ist ein früherer Behandlungsbeginn nötig.

Die kieferorthopädische Behandlung im Wechselgebiss wird meist mit herausnehmbaren Geräten (Foto) begonnen. Herausnehmbare Spangen belasten die Zähne wenig, denn sie steuern die neu durchbrechenden Zähne in die korrekte Position.

Außerdem kann mit bestimmten herausnehmbaren Spangen, mit so genannten Funktionskieferorthopädischen Geräten, das Kieferwachstum und die Muskelfunktion beeinflusst werden. Sie wirken wie Krankengymnastik für den Kiefer und steuern das Kieferwachstum durch eine Veränderung der Unterkieferhaltung und der Muskelaktivität. Dabei schützt die Selbststeuerung der Muskeln die Zähne und den Kiefer vor Überlastungen.

Die Tragezeit der herausnehmbaren Geräte variiert je nach Schweregrad der Zahn- und Kieferfehlstellung. Sie liegt zwischen 12 und 24 Stunden.
Es gilt jedoch für jede Spange: häufiger tragen ist erlaubt!

Bestimme Fehlstellungen lassen sich allein mit herausnehmbaren Geräten nicht (oder nicht mehr) korrigieren. In diesem Fall wird der Einsatz einer festen Spange nötig. Dieses Thema wird im folgenden Abschnitt behandelt.

Mehr Informationen unter www.zahnspangen.org





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